Kreisfeuerwehrverband Heilbronn

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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ittlingen

Ittlingenvon Alexander Fink, Feuerwehr Ittlingen

Am Samstag, den 15. Februar 2025, fand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ittlingen statt. Um 19 Uhr fanden sich zahlreiche Feuerwehrangehörige sowie geladene Gäste zum gemeinsamen Essen in der Festhalle ein.

Nachdem man sich mit Schnitzel und Kartoffelsalat gestärkt hatte, eröffnete Kommandant Florian Hernik um kurz nach 20 Uhr den offiziellen Teil.

Er begrüßte die zahlreich anwesenden Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, der Altersabteilung und der Jugendfeuerwehr. Weiter freute er sich darüber, Bürgermeister Kai Kohlenberger, die Vertreter des Gemeinderats, Ehrenkommandant Wolfgang Lackner, Kreisbrandmeister Bernd Halter, den stellvertretenden Stadtkommandanten der Eppinger Wehr, Alexander Schmidt, von der Feuerwehr Kirchardt Kommandant Markus Bucher und Holger Grimm sowie die Vertreter des DRK Ortsvereins Ittlingen begrüßen zu dürfen.

Zur präsentierten Tagesordnung, welche rechtzeitig im Mitteilungsblatt der Gemeinde veröffentlicht und den Anwesenden im Vorfeld als Einladung zugestellt wurde, gab es keine Anregungen oder Einwände.

Der umfangreiche Bericht des Schriftführers wird nicht mehr vorgetragen. Dieser wurde als Jahresbericht den Kameradinnen und Kameraden im Vorfeld der Hauptversammlung digital zugestellt. Die Gäste erhielten ein gedrucktes Exemplar. Der Jahresbericht ist auch auf der Webseite der Feuerwehr unter der Rubrik Downloads abrufbar.

Es folgte eine Schweigeminute, in welcher man aller verstorbenen, vermissten und gefallenen Feuerwehrkameraden gedachte.

Jugendgruppenleiter Tobias Hadammök berichtete von aktuell sechzehn Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr, darunter sechs Mädchen. Die Übungsbeteiligung liegt bei stolzen 89%. Dies sei für die Verantwortlichen der Spiegel für eine ansprechend gestaltete Jugendarbeit. Aktuell helfen zehn Betreuer aus der Einsatzabteilung bei den Übungen, jedoch gäbe es weiterhin einen Mangel an Maschinisten.

Im Berichtsjahr bekam die Jugendgruppe gleich dreimal Zuwachs, zum einen durften zwei Kinder von den Feuerkäfern übernommen werden, zum anderen gab es einen externen Zugang. Die regulären Übungen fanden 14-tägig mittwochs statt. Diese beinhalteten neben der klassischen Brandbekämpfung auch Funkübungen und Knobelaufgaben sowie die Themen Erste Hilfe und Rettung; hier war es sogar möglich, einen richtigen Rettungswagen ins Gerätehaus zu bekommen.

Highlights des Jahres waren unter anderem der Ausflug nach Tripsdrill, die Adventure-Tour der Kreisjugendfeuerwehr in Gemmingen sowie eine 24-Stunden-Übung, welche einer Schicht bei der Berufsfeuerwehr nachempfunden war. Weitere und ausführliche Informationen zu den Aktionen der Jugendgruppe findet man im Jahresbericht des Schriftführers.

Für das laufende Jahr sind neben den regulären Übungen mehrere besondere Aktivitäten geplant. Darunter eine Fahrradtour zur Eppinger Feuerwehr, ein Besuch bei der Heilbronner Berufsfeuerwehr und beim Technischen Hilfswerk, ebenfalls in Heilbronn. Auch möchte man mit der Jugend Minigolf spielen gehen. Er bedankte sich bei allen Jugendlichen, deren Eltern, den Betreuern, der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat für die Unterstützung.

Tobias Hadammök fuhr nun, stellvertretend für die Kindergruppenleiterin Verena Holzwarth, mit dem Bericht der Feuerkäfer fort. Aktuell besuchen neun Kinder regelmäßig die Kinderfeuerwehr, betreut werden sie von vier Betreuern. Zwei Kinder durften an die Jugendgruppe übergeben werden. Im vergangenen Jahr wurde in Kooperation mit der Feuerwehr Eppingen das Leistungsabzeichen Kinderfunke erworben. Im Oktober fuhr man nach Brackenheim. Die dortige Kinderfeuerwehr feierte Jubiläum und veranstaltete Stadtspiele, bei denen sowohl Kinder als auch Betreuer großen Spaß hatten. In einer kurzen Bildershow ließ er das Feuerkäferjahr noch einmal Revue passieren. Für das laufende Jahr sind zwei Ausflüge geplant. Wohin es geht, ist noch nicht festgelegt. Außerdem feiern die Feuerkäfer ihr zehnjähriges Bestehen. Ein großes Dankeschön geht an alle Kinder, deren Eltern und vor allem an die Betreuer, welche allesamt auch bei der Jugendgruppe helfen und dadurch sehr viel ihrer freien Zeit in die Nachwuchsförderung der Wehr investieren.

Als nächster Tagesordnungspunkt informierte Kassenverwalter Johannes Uhler über die Einnahmen und Ausgaben der Kameradschaftskasse sowie über den aktuellen Kassenstand. Die höchsten Ausgaben gab es im vergangenen Jahr für Getränke. Im laufenden Jahr hofft man auf der Einnahmenseite vor allem auf ein erfolgreiches Dorffest. Auf der Ausgabenseite sind einige größere Posten geplant, wie z.B. die Getränkekosten und eine Bezuschussung für den Ausflug.

Kassenprüfer Markus Uhler bescheinigte, auch im Namen von Kassenprüferin Verena Holzwarth, eine lückenlose Kassenführung. Beide haben im Januar die Kasse geprüft, jede Buchung ist mit Beleg vorhanden, alles ist sauber und ordentlich eingepflegt. Die Kassenprüfer empfehlen der Versammlung, der Entlastung des Kassiers zuzustimmen.

Es folgten der Jahresrückblick und die Vorschau des Feuerwehrkommandanten. Florian Hernik informierte über den Mitgliederstand. Die Wehr besteht zum Ende des vergangenen Jahres aus vierundneunzig Personen, davon vierundfünfzig in der Einsatzabteilung, sechszehn in der Jugendgruppe, fünfzehn in der Kindergruppe und neun in der Altersmannschaft. Der Personalstand der Einsatzabteilung wird sich nach der heutigen Übernahme in den aktiven Dienst auf achtundfünfzig Mitglieder erhöhen.

Durch Aus- & Fortbildung konnte die Qualifikation der Wehr auch im vergangenen Jahr weiter erhöht werden. Ob Atemschutzgeräteträger, Jugendwart, Maschinist, Motorsägen-Kurs oder Zugführer; zahlreiche Ausbildungen und Lehrgänge wurden sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene absolviert. Eine präzise Auflistung der Lehrgänge findet man im Jahresbericht.

Nun ging er auf die siebenunddreißig Einsätze ein. Diese gliederten sich auf in acht Brände, elf Technische Hilfeleistungen, zwei Tierrettungen, zwei Gefahrguteinsätze, neun Brandsicherheitswachdienste und fünf durch automatische Brandmeldeanlagen ausgelöste Alarme. Zwanzig Einsätze waren im Zeitraum zwischen 6 und 18 Uhr, siebzehn Einsätze zwischen 18 und 6 Uhr abzuarbeiten. Insgesamt wurden neunhundert Einsatzstunden geleistet. Bei Übungen, Arbeitseinsätzen und Lehrgängen wurden zusätzlich etwa viertausend Stunden erbracht.

Das Jahr begann mit dem Verkehrsunfall zwischen Ittlingen und Kirchardt am zweiten Januar, bei welchem sich ein Fahrzeug mehrfach überschlagen hatte. Die verunglückte junge Dame war zwar nicht eingeklemmt, konnte jedoch das auf der Seite liegende Fahrzeug nicht selbständig verlassen. Sie wurde von der Feuerwehr befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Zwei Traktorenbrände beschäftigten die Wehr im Mai und Juni, die beide glimpflich ausgingen. Es gab eine Nottüröffnung, bei der man die von der Polizei als hilflos vermutete Person wohlbehalten auffinden konnte.

Außergewöhnlich waren die beiden Einsätze zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft während des U-Boot Schwertransports. Hier hielten sich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Einsatzkräfte der Wehr stets ausrückbereit im Gerätehaus und zeitweise an im Vorfeld strategisch festgelegten Orten auf, um im Einsatzfall die gesetzliche Hilfsfrist gewährleisten zu können. Der Verkehrsunfall zwischen Ittlingen und Kirchardt im September, bei dem sich ein PKW mehrfach überschlug, ging trotz der heftigen Unfallkinematik für den jungen Fahrer noch einmal gut aus; dieser konnte das Fahrzeug selbständig verlassen und wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts betreut.

Der eindrucksvollste Einsatz des Jahres war der Brand einer Lagerhalle in der eng bebauten Mühlgasse, bei welchem auch der neue Anhänger Strom/Licht seine Feuertaufe erhielt. Die sehr gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wehren aus Eppingen, Kirchardt und Ittlingen hat sich einmal mehr auch bei diesem Einsatz gezeigt. Durch das schnelle und umsichtige Vorgehen konnte eine Brandausbreitung auf weitere Gebäude verhindert werden. Es gab neun Brandsicherheitswachdienste in der Festhalle. Diese entfallen zukünftig, da dort eine automatische Brandmeldeanlage in Betrieb genommen wurde.

Die Wehr wartet immer noch auf ihren dringend benötigten Gerätewagen, der eigentlich spätestens Ende Januar 2024 das fast fünfzig Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF8 hätte ersetzen sollen. Der verbindliche Liefertermin wurde seitens des Aufbauherstellers nicht eingehalten. Hier sind Bürgermeister und Gemeindeverwaltung mit Nachdruck bemüht, eine Lösung zu finden. Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF10 soll Ende des Jahres in Dienst gestellt werden, es wird das über dreißig Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF8/6 ersetzen. Die Beschaffungskosten belaufen sich auf rund 640.000 Euro. Wie enorm die Preissteigerungen im Bereich Feuerwehrfahrzeuge sind, erkennt man unter anderem daran, dass ein vor zwei Jahren von der Kirchardter Feuerwehr beschafftes, nahezu baugleiches HLF, fast 200.000 Euro weniger kostete.

Im laufenden Jahr müssen die Atemschutzgeräte durch Überdruckgeräte ausgetauscht werden. Die Hersteller werden bald keine Ersatzteile mehr für die Geräte liefern, außerdem läuft auch die Norm für die Normaldruckgeräte aus. Die Beschaffungskosten werden rund 50.000 Euro betragen. Der Fuhrpark hat sich im vergangenen Jahr mit dem Anhänger Strom/Licht erweitert. Die Maschinisten wurden in die neue Gerätschaft eingewiesen und diese wird auch regelmäßig beübt. Der Anhänger ist Bestandteil der Großschadenergänzungseinheiten (GSE) des Landkreises und in Ittlingen stationiert. Der Gerätewagen für die GSE wird hoffentlich noch dieses Jahr ausgeliefert. Der ebenfalls zur GSE gehörende Mannschaftstransportwagen, welcher in Kirchardt stationiert wird, steht bereits kurz vor der Übergabe, sodass die Einheit wahrscheinlich noch in diesem Jahr offiziell in Dienst gestellt werden kann.

Es wurden nun endlich auch das Gerätehaus und die Fahrzeuge auf Digitalen Sprechfunk umgestellt. Alle Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung wurden an der neuen Funktechnik geschult. Im Jahr 2026 muss auch der Einsatzstellenfunk digitalisiert werden, hier kommen dann erneut Kosten auf die Kommune zu.

Im Oktober gab es einen Fototermin, hierfür hatte man wieder die Fotografin Jana Kachel aus Elsenz gewinnen können. Sie hatte 2018 die Fotos für das 150-jährige Feuerwehrjubiläum gemacht. Es sind wieder zahlreiche schöne Bilder entstanden.

Nun war Kommandant Florian Hernik am Ende seiner Ausführungen angelangt und übergab das Wort an Bürgermeister Kai Kohlenberger. Dieser begrüßte, auch im Namen der Gemeinde, die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden und besonders auch Ehrenkommandant Wolfgang Lackner nebst Gattin. Er begrüßte die Gäste, Gemeinderäte, die Vertreter vom Roten Kreuz und die Partnerinnen und Partner der Einsatzkräfte, von denen eine größere Zahl ebenfalls zur Hauptversammlung gekommen war.

Er erinnerte an das Jahr 2022, in welchem man aufgrund der damals geltenden Pandemievorschriften schon einmal auf die Festhalle als Veranstaltungsort für die Hauptversammlung hat ausweichen müssen. Weil es momentan keine Gastronomie in Ittlingen gibt, welche von ihren Räumlichkeiten her die große Personenzahl aufnehmen kann, habe man sich nun erneut für die Festhalle entschieden.

Wieder einmal liegt ein ereignisreiches Jahr hinter der Ittlinger Feuerwehr. Mit siebenunddreißig Einsätzen ist dies der dritthöchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Fast die Hälfte der Einsätze war in der wenig familienfreundlichen Zeitspanne zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Sein persönlicher Dank ergeht an die Angehörigen der Wehrleute für das Verständnis und die Gewährung des familiären Rückhalts.

Beim Brandeinsatz in der Mühlgasse wurde durch ein gutes und koordiniertes Vorgehen eine Brandausbreitung und somit vielleicht gar eine Brandkatastrophe verhindert. Dieser wären wahrscheinlich mehrere Gebäude zum Opfer gefallen, da die Mühlgasse durch ihre kompakte Bebauung mit vielen ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäuden eine enorme Brandlast aufweist. Ein Dankeschön geht an die benachbarten Feuerwehren aus Eppingen und Kirchardt für die geleistete Überlandhilfe.

Der Schwertransport eines U-Boots im Juli hatte bereits die Wochen zuvor die gesamte Gemeindeverwaltung auf Trab gehalten. Während seines gesamten Landtransports hielt sich das Boot die längste Zeit am Stück auf Ittlinger Gemarkung auf. Dies bedeutete, gerade was verkehrsrechtliche Anordnungen angeht, im Vorfeld viel Arbeit für die Gemeindeverwaltung. Für tausende Menschen waren der Aufenthalt und der Transport ein großes Event, an dem man nach Ittlingen kam, um sich das Boot anzuschauen und es sich dabei auch kulinarisch gut gehen zu lassen. Durch die großen Menschenmassen und den Transport selbst war die Gemeinde dienstagabends und den ganzen Mittwoch sozusagen zweigeteilt. Deshalb war es erforderlich, dass man die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr derart gewährleistet, dass innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist jeder Ort auf der Gemarkung erreicht werden kann. Durch eine ständige Wach- & Fahrzeugbesetzung konnte man diesem Problem adäquat begegnen und war bestens auf den Einsatzfall vorbereitet, welcher dann glücklicherweise nicht eingetreten ist. In diesem Sommer soll das U-Boot wahrscheinlich ausstellungsfertig werden, inklusive eines Imax-Films über den Transport. Es sei zwar schon ein Feuerwehrausflug geplant, das U-Boot könnte aber auf jeden Fall ein weiteres Ausflugsziel für die Feuerwehr sein. Im Blick auf das Engagement der Wehr wird Bürgermeister Kohlenberger so frei sein und der Museumsführung mitteilen, dass man hier auf eine Einladung durchaus positiv reagieren würde.

Die im Bericht von Jugendgruppenleiter Tobias Hadammök erwähnten zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr zeugen von einer sehr aktiven Jugendarbeit. Diese ist außerordentlich wichtig, um die personelle Zukunft der Ittlinger Feuerwehr sicherzustellen. Für dieses großartige Engagement ergeht sein persönlicher Dank an den ehemaligen Jugendwart, Felix Nagel, sowie an den Interimsjugendwart Tobias Hadammök und dessen Stellvertreterin Judith Brenner, an die Leiterin der Kinderfeuerwehr Verena Holzwarth und an alle Betreuer, die zahlreiche ehrenamtliche Stunden für den Nachwuchs der Feuerwehr investiert haben.

Ebenfalls lobend erwähnte er den sehr guten Ausbildungsstand der Wehr. Immer wieder finden nicht nur Lehrgänge auf Landesebene, sondern auch gemeinsame, sehr gut funktionierende Aus- & Fortbildungen mit den Nachbarkommunen statt. Der hohe Ausbildungsstand ist ein maßgeblicher Verdienst der Feuerwehrführung. Hierfür qualifizieren sich Florian Hernik, Jonas Ebert und Maximilian Keller stets weiter und bringen als Ausbilder zahlreiche Stunden in die Aus- & Fortbildung ihrer Kameradinnen und Kameraden ein.

Bürgermeister Kohlenberger berichtete nun von enormen Ausgaben für die Feuerwehr. Die Beschaffung des Gerätewagen-Transport und des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs bindet fast eine dreiviertel Million Euro im doch recht überschaubaren kommunalen Haushalt. Das ist eine große finanzielle Last, die die Gemeinde hier zu tragen hat, doch trägt sie diese gerne. Der Gemeindeverwaltung ist bewusst, dass es wichtig ist, eine gut ausgestattete Feuerwehr mit modernen Fahrzeugen zu haben, um auch in Zukunft bestmöglich auf alle Herausforderungen reagieren zu können. Die Investitionen sind auch ein Zeichen der Wertschätzung für die ehrenamtlich erbrachte Arbeit der Kameradinnen und Kameraden. Die heutige Präsenz der Vertreter des Gemeinderates bei der Hauptversammlung und die Tatsache, dass es in Zeiten der Haushaltskonsolidierung bezüglich des erhöhten Feuerwehrhaushalts überhaupt keine Diskussion im Gremium gab, seien ebenfalls Ausdruck für die Wertschätzung, welche dem Engagement der Ittlinger Wehrleute entgegengebracht wird. Allein die Umstellung auf Digitalfunk und die Umrüstnotwendigkeit der Atemschutzgeräte bindet in Summe nochmal einen kompletten Feuerwehr-Jahreshaushalt; hier gab es keinerlei Diskussion bezüglich irgendwelcher Streichungen, geht es doch um die Sicherheit aller Ittlinger Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeister Kohlenberger sprach an dieser Stelle seinen persönlichen Dank an die Gemeinderäte für die Unterstützung und Wertschätzung der Feuerwehr aus.

Diese hohe Wertschätzung erfährt die Wehr auch überregional, nicht nur im Rahmen der Überlandhilfe mit den Nachbargemeinden Eppingen und Kirchardt, sondern auch im Landkreis mit der Beheimatung einer Großschadensergänzungseinheit. Er hieß in diesem Zuge auch Kreisbrandmeister Bernd Halter herzlich willkommen. Die Gemeinde freue sich, am 28. und 29. März Gastgeber der Dienstversammlungen des Kreisfeuerwehrverbands und seiner Delegierten zu sein.

Einsätze wie Brandbekämpfungen und Technische Hilfeleistungen gehören zum Standardprogramm einer Feuerwehr. Der freiwillige Einsatz für das Wohl unserer Gemeinschaft ist eine der höchsten Tugenden die unsere Gesellschaft, insbesondere in den aktuell schweren Zeiten, prägen kann. Was die freiwillige Feuerwehr Ittlingen leistet, geht weit über das hinaus, was man von einer Feuerwehr erwarten kann. Sie steht nicht nur Tag und Nacht bereit, um Leben zu retten, Brände zu löschen und bei Notfällen Hilfe zu leisten - allein hierfür gebührt allen Feuerwehrleuten tiefer Dank und die höchste Anerkennung – sondern bringt sich auch noch auf vielfältige Weise in das Miteinander der Dorfgemeinschaft ein. Die Teilnahme an der Kerwe, am Dorffest, die Mitwirkung beim Kinderferienprogramm oder auch die Unterstützung der Gemeinde zuletzt beim Ehrenabend im vergangenen Jahr und in Kürze beim Neubürgerempfang im März geht weit über das Standardportfolio einer Freiwilligen Feuerwehr hinaus und ist nicht selbstverständlich. Dieses Engagement ist für Bürgermeister Kohlenberger auch ein Ausdruck des guten Miteinanders zwischen der Gemeinde und ihrer Feuerwehr und zeige, dass das in die Wehr investierte Geld gut angelegt ist. Er bedankte sich sowohl persönlich als auch im Namen des Gemeinderats und der Bevölkerung bei den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden für die mehrere tausend Stunden umfassende, geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Der Kommandant hat die Verzögerung bei der Auslieferung des Gerätewagen-Transport bereits angesprochen. Das Ganze ist mittlerweile ein Ärgernis. Man ist sich bewusst, dass es bei Fahrzeugen seit einigen Jahren Lieferverzögerungen gäbe. Nichtsdestotrotz ist das Thema für Gemeinde und Feuerwehr fast schon müßig, dies beginnt bereits bei der Kommunikation mit dem Aufbauhersteller, welchen man beim damaligen Besuch eigentlich als positiv in Erinnerung behalten hatte. Mittlerweile bekommt man von diesem nicht einmal mehr Antworten auf Anfragen, geschweige denn verbindliche Liefertermine. Besonders ärgerlich sei, dass das Fahrzeug als maßgeblicher Teil des Feuerwehrbedarfsplans vorgesehen ist. Die Feuerwehr ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Gemeinde, diese kann aktuell nicht vollumfänglich erfüllt werden, weil eben dieses Fahrzeug fehlt. Die Problematik mit dem fast fünfzig Jahre alten Löschgruppenfahrzeug ist den meisten Anwesenden bekannt. Viele haben die Bilder noch vor Augen, in denen man das Fahrzeug mit Muskelkraft von Einsätzen zurückbringen musste. Man wisse nicht, ob und wann vielleicht ein Totalausfall eintreten wird. Das ganze Thema ist für die Kommune auch eine Frage der Haftung und Sicherheit. Das Verständnis für den Lieferverzug ende bei Diskussionen mit dem Geschäftsführer des Aufbauherstellers, der behaupte, dieser wäre ausschließlich der späten Auslieferung des Fahrgestells durch den Fahrzeughersteller geschuldet. Hier ist zu sagen, dass die Gemeinde jedoch keinen Vertrag mit dem Fahrzeughersteller, sondern mit dem Aufbauhersteller abgeschlossen hat. Laut Vertragsunterlagen findet die Auslieferung des fertiggestellten Feuerwehrfahrzeugs vier Monate nach Anlieferung des Fahrgestells statt. Damit ist der Lieferverzug spätestens seit April 2024 eingetreten. Man ist trotzdem guter Hoffnung, dass man im nächsten halben Jahr konkrete Termine genannt bekommt. Bürgermeister Kohlenberger versichert, dass sowohl er als auch Feuerwehrkommandant Hernik mit Nachdruck an der Lösung dieses Problems arbeiten.

Bei der heutigen Hauptversammlung finden die Wahlen der Feuerwehrführung und der Jugendfeuerwehr statt. Damit werden die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Er bedankte sich bei allen Verantwortlichen, die sich in den vergangenen Jahren in ihrer jeweiligen Funktion in die Ittlinger Feuerwehr eingebracht haben. Sein Dank galt auch allen Kandidatinnen und Kandidaten für die Bereitschaft, in Zukunft in der Feuerwehr eine Verantwortungsposition zu übernehmen. Dies ist in Zeiten eines allgemein nachlassenden ehrenamtlichen Engagements keine Selbstverständlichkeit.

Er freue sich darüber, dass bei der heutigen Versammlung wieder Beförderungen und Übernahmen in den aktiven Einsatzdienst vorgenommen werden können. Deswegen werden sich die Aktivenzahlen wieder einmal nach oben korrigieren. Vor wenigen Jahren wurde der An- und Umbau des Gerätehauses abgeschlossen und heute werden so langsam die Spinde knapp. Dies zeige, dass man sich in Ittlingen um die Schlagkräftigkeit der Feuerwehr auch in Zukunft keine Sorgen machen muss. Er bedankte sich für die Aufmerksamkeit und wünschte allen Einsatzkräften stets eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.

Nun hatten die Anwesenden die Möglichkeit, sich zu allem bisher gehörten zu äußern. Als hiervon kein Gebrauch gemacht wurde führte Bürgermeister Kohlenberger die Entlastung der Feuerwehrführung sowie aller Amtsinhaber durch. Diese wurde einstimmig per Akklamation durch die wahlberechtigten Mitglieder erteilt.

Nun wurden Lukas Bölz, Jannic Fuhrmann, Jule Keitel, Luca Kirchgeßner, Jason Scheithauer und Andreas Schöneck per Handschlag in den aktiven Einsatzdienst übernommen.

Danach wurden Stefan Kompe zum Hauptfeuerwehrmann und nach erfolgreicher Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule Tobias Hadammök zum Löschmeister (Gruppenführer) sowie Peter Keitel zum Brandmeister (Zugführer) befördert.

Kreisbrandmeister Bernd Halter eröffnete seine Grußworte mit einer Respektsbekundung gegenüber Zugführer Peter Keitel, welcher mit über 50 Jahren noch einmal für die Feuerwehr vierzehn Tage lang die Schulbank gedrückt hat. Das Thema Nachwuchs ist stets brandaktuell bei den Feuerwehren. Während die Jugendfeuerwehren erfreulicherweise einen Zugewinn an jungen Leuten haben, ist es bei den Einsatzabteilungen mitunter ein Problem, dass viele Aktive ab etwa 55 Jahren in die Altersabteilung wechseln. Daher freue es ihn sehr, wenn auch langgediente Kameraden sich noch weiterbilden und der Feuerwehr mit ihrer Erfahrung weiterhin zu Verfügung stehen.

Er bedankte sich für die Einladung zur heutigen Jahreshauptversammlung und das gute Essen. Die Hauptversammlungen seien für die Aufsichtsbehörde immer eine Gelegenheit, auch einmal von dem zu berichten, was sich gerade auf Landkreisebene im Bereich des Feuerwehrwesens tue. Für ihn und seine drei Stellvertreter ist es eine Ehrensache, dass man den Einladungen zu den Hauptversammlungen nachkommt. Im Angesicht zahlreicher Termine ist dies leider nicht immer möglich, er bitte daher um Verständnis, wenn einmal eine Einladung abgesagt werden muss.

Der Ukrainekrieg hat tiefgreifende Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche, sei es wirtschaftlich durch Preissteigerungen oder aber durch die Herausforderungen, die insbesondere für den Landkreis und die Kommunen entstehen; hier vor allem bei der Integration der aus der Ukraine geflüchteten Menschen. Hinzu kommt die geopolitische Stabilität, die durch die von Russland betriebene sogenannte hybride Kriegsführung unmittelbar bedroht wird. Fachleute sind sich einig, dass man sich aktuell in einem Zustand befinde, der noch nicht den formellen Verteidigungsfall darstellt, aber der auch kein wirklicher Frieden mehr ist. Als NATO-Partner ist man selbstverständlich von den Auswirkungen betroffen. Dazu zählen Desinformation, Cyberangriffe und Sabotageaktionen, welche auch im Landkreis und in den Kommunen spürbar sind.

Nach dem ernüchternden Auftritt der USA bei der Münchener Sicherheitskonferenz stehe man vor großen Herausforderungen. Besonders diese subtilen Bedrohungen erfordern ein hohes Maß an Resilienz. Es wird immer deutlicher, dass man nicht nur digitale Sicherheit benötige, sondern vor allem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Besonders die Organisationen im Brand- und Bevölkerungsschutz werden in Zukunft mit neuen und erweiterten Aufgaben konfrontiert. Dies gilt auch für die zunehmenden witterungsbedingten Einsätze, die ebenfalls eine große Herausforderung darstellen.

Die Auswirkungen dieser Entwicklungen führen zwangsläufig zu interkommunalen und kreisübergreifenden Hilfesystemen, da einzelne Gemeinden nicht mehr in der Lage sein werden, dies alles allein zu stemmen. Hier in Ittlingen sei man im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit bereits auf einem guten Weg. Die seit Jahren gemeinsam durchgeführte Alarmierung zusammen mit Kirchardt ist ein Beispiel für eine Kooperation, die inzwischen ganz selbstverständlich und ohne größere Komplikationen funktioniert.

Diese Zusammenarbeit war eine wichtige Grundlage für die Entscheidung des Landkreises, dass eine Großschadensergänzungseinheit (GSE) in Ittlingen und Kirchardt stationiert wird. Das Ziel des Landkreises, die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu fördern und auszubauen, lässt sich hier problemlos umsetzen. Einen herzliches Dankeschön an die Feuerwehren Ittlingen und Kirchardt, die sich bereit erklären, zukünftig im Ernstfall dann auch zu Großschadenslagen im gesamten Landkreis und darüber hinaus auszurücken.

Die GSE bestehen aus zwei Fahrzeugen: einem geländegängigen Mannschaftstransportwagen und einem ebenfalls geländegängigen Gerätewagen, der mit Beleuchtung, Stromerzeuger, Motorsägen, Dachdeckerwerkzeugen, Notplanen und allem ausgestattet ist, was bei witterungsbedingten Schadenslagen gebraucht wird. Außerdem gibt es einen Werkstattwagen, eine Hygienestation und Notrationen an Bord, damit die Einheiten 12 bis 24 Stunden autark agieren können.

Das System der GSE-Einheiten wird dabei nicht nur bei den beiden Fahrzeugen enden, sondern ist wesentlich vielschichtiger und tiefgreifender angelegt. Ein Beispiel hierfür sind die Hochwasser-Schubboote, mit denen zwei Einheiten ausgestattet werden. In Zusammenarbeit mit dem DLRG, das speziell ausgebildete Einsatzkräfte für die Menschenrettung aus überschwemmten Häusern stellt, werden die Boote in den Einsatz gebracht. Diese Einheiten werden dann auch mit den DLRG-Kräften gemeinsam üben. Für sie wurden außerdem zwei geländegängige Krankentransportwagen auf Amarok-Fahrgestellen beschafft, die es ermöglichen, auch in unwegsamen Gelände zu Retten und bei Einsätzen die Aufgaben des Eigenschutzes durchzuführen.

Ein weiteres wichtiges Beispiel ist die Kooperation mit dem Technischen Hilfswerk in Widdern. Zwei Vorfälle in den vergangenen Jahren haben zu der Entscheidung geführt, dass der Landkreis die Mittel für eine Notwasserversorgung bereithalten möchte, welche dann vom THW OV-Widdern zum Einsatz gebracht wird. Vor einigen Jahren gab es eine Beinahe-Evakuierung des Klinikums Löwenstein. Dieses hat eine eigene Wasserversorgung, doch als die Versorgungsleitungen durch einen Baggerbiss zerstört wurden, hatte das Klinikum kein Trinkwasser mehr. Bei einem weiteren Vorfall in Erlenbach, bei dem beinahe etwa achtzigtausend Menschen ohne Trinkwasserversorgung gewesen wären, war die Hauptversorgungsleitung der Bodensee-Wasserversorgung beschädigt. Nur durch einen Ad-Hoc Plan-B des Wasserversorgers konnte hier ein Totalausfall gerade noch abgewendet werden. Um zukünftig solchen Herausforderungen begegnen zu können, wird ein System zur Notwasserversorgung beschafft.

Etwa Zweidrittel der Landkreisfeuerwehren sind bereits auf Digitalfunk umgestellt. Das Funknetz betreibt der Bund, hier sei der Landkreis nicht verantwortlich für die Instandhaltung. Aktuell befinde man sich in der Beschaffung der digitalen Funksprechgeräte für den Einsatzstellenfunk. Hier wird es keine Sammelbeschaffung des Landkreises geben. Man hat sich auf ein Produkt geeinigt, welches jede Kommune selbst beschaffen wird. Eine Sammelbeschaffung würde einen hohen bürokratischen Aufwand darstellen, man müsste produktneutral sowie europaweit ausschreiben. Dies hätte aller Wahrscheinlichkeit nach zur Folge, dass es unterschiedliche Gerätschaften von unterschiedlichen Herstellern auf den Fahrzeugen geben würde. So sei es bereits einigen Nachbarlandkreisen ergangen, diese haben dann auf ihren Fahrzeugen fest verbaute Motorola-Funkgeräte und für den Einsatzstellenfunk Secura-Funkgeräte. Im Hinblick auf die unterschiedliche Bedienung dieser beiden Funkgeräte-Typen kann es bei einem Atemschutzeinsatz theoretisch gar zu einer lebensbedrohlichen Eigengefährdung kommen. Wenn jede Kommune ihre Funkgeräte selbst beschafft, sei man bei einer Wertgrenze, bei welcher man den Auftrag direkt vergeben könne. Damit ist dies für alle Gemeinden im Landkreis eine sichere Lösung.

Es wurden zwei Wechselladerfahrzeuge mit zwei Abrollbehältern-Gefahrgut beschafft und an die Feuerwehren Bad Rappenau und Weinsberg überstellt. Aktuell läuft die Ausbildung mit dem neuen Gerät. Man gehe davon aus, dass die beiden Fahrzeuge dann Mitte März in den Einsatzdienst gestellt werden.

Man stehe kurz vor der Ausschreibung für eine mobile Brandübungsanlage. Wenn es gut läuft, kommt diese vielleicht noch in diesem Jahr. Nach erfolgter Einweisung für die Bediener, kann man im Idealfall dann im kommendem Jahr den Übungsbetrieb aufnehmen.

Bei der Beschaffung der Fahrzeuge für die GSE-Einheiten geht es dem Landkreis ähnlich wie der Gemeinde Ittlingen mit der Beschaffung ihres Gerätewagens. Auch hier gibt es lange Lieferzeiten. Die geländegängigen Mannschaftstransporter stehen kurz vor der Auslieferung, man gehe davon aus das diese Ende März an die Feuerwehren übergeben werden. Mit den Gerätewagen rechnet man ab September/Oktober. Wenn dann die Einheiten komplett sind, wird man eine große gemeinsame Übergabe veranstalten.

Kreisbrandmeister Halter bedankte sich für die Bereitschaft zur Ausrichtung der Dienstversammlungen des Kreisfeuerwehrverbands und der Kreisjugendfeuerwehr in Ittlingen. Man habe diese Woche die Örtlichkeit angeschaut und alles miteinander abgesprochen. Er bedankte sich für die Aufmerksamkeit und wünschte den Kameradinnen und Kameraden eine stets gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen.

Es folgten Wahlen. Diese fanden geheim statt. Bürgermeister Kohlenberger fungierte als Wahlleiter. Wahlhelfer waren Jonas Ebert und Maximilian Keller. Der Wahlleiter informierte über die Möglichkeit der Eintragung einer weiteren Person auf jedem Wahlschein.

Zunächst wurde die Wahl des Jugendwarts durchgeführt. Als Kandidat für das Amt stellte sich Tobias Hadammök zur Wahl. Es gab keine Mitbewerber. Er erhielt von 42 anwesenden Wahlberechtigten 42 gültige Stimmen und wurde somit einstimmig zum Jugendwart gewählt. Es gab keine weiteren Wahlvorschläge. Auf Nachfrage des Wahlleiters nahm Tobias Hadammök die Wahl an.

Nun folgte die Wahl zum stellvertretenden Jugendwart. Als Kandidatin für das Amt stellte sich Judith Brenner zur Wahl. Es gab keine Mitbewerber. Sie erhielt ebenfalls 42 gültige Stimmen und wurde somit einstimmig zum stellvertretenden Jugendwart gewählt. Es gab keine weiteren Wahlvorschläge. Auf Nachfrage des Wahlleiters nahm Judith Brenner die Wahl an.

Es folgte die Wahl zum Feuerwehrkommandanten. Der Amtsinhaber Florian Hernik stellte sich erneut als Kandidat für das Amt des Feuerwehrchefs zur Wahl. Es gab keine weiteren Kandidaten. Als Wahlhelfer fungierten die Gemeinderäte. Ergebnis: Florian Hernik wurde einstimmig mit 42 gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit als Feuerwehrkommandant gewählt. Es gab keine weiteren Wahlvorschläge. Auf Nachfrage des Wahlleiters nahm Florian Hernik die Wahl an.

Nun stand die Wahl der beiden stellvertretenden Kommandanten an. Nach Feuerwehrsatzung hat die Feuerwehr Ittlingen zwei Stellvertreter zu wählen, deshalb gab es eine kumulierte Wahl. Die Amtsinhaber Jonas Ebert und Maximilian Keller stellen sich ebenfalls erneut für das Amt zur Wahl. Es gab keine Mitbewerber. Ergebnis: Jonas Ebert wurde mit 35 gültigen Stimmen gewählt. Maximilian Keller wurde mit 38 gültigen Stimmen wiedergewählt. Es gab vier ungültige Stimmzettel. Auf Nachfrage des Wahlleiters nahmen sowohl Jonas Ebert als auch Maximilian Keller die Wahl an.

Florian Hernik bedankte sich nun, auch im Namen seiner beiden Stellvertreter, für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen.

Es folgte der Tagesordnungspunkt Übernahme in die Altersabteilung. Mit Gerald Starzl durfte man nun einen verdienten Kameraden in die Altersabteilung überstellen. Gerald trat am 1. Januar 1975 in die Freiwillige Feuerwehr Ittlingen ein. Er absolvierte zahlreiche Lehrgänge & Ausbildungen und übte von 2005 bis 2015 das Amt des stellvertretenden Kommandanten aus. 2004 wurde er für 25 Jahre aktiven Einsatzdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Zudem war er von 1999 bis 2019 Mitglied des Feuerwehrausschusses. Neben seinem großen Engagement in der Wehrführung, dem Ausschuss und in der Einsatzabteilung, setzte sich Gerald Starzl stets in der und für die Jugendfeuerwehr ein. Hierfür wurde ihm 2018 die silberne Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg verliehen. Für 40 Jahre aktiven Einsatzdienst wurde er 2019 mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Mit Gerald Starzl übergibt die Feuerwehr einen hoch angesehenen Kameraden an die Altersabteilung. Nun schied er aus dem aktiven Dienst aus und wurde, unter stehendem Applaus aller Anwesenden, per Handschlag in die Altersabteilung übernommen. Als sichtbares Zeichen der Wertschätzung erhielt Gerald nun noch das Weinpräsent der Feuerwehr Ittlingen mit zwei speziell gravierten Weingläsern.

Als es zum letzten Tagesordnungspunkt, Anfragen & Sonstiges, von den Anwesenden keine Fragen oder Anmerkungen gab, beschloss Feuerwehrkommandant Florian Hernik die Versammlung um 22:15 Uhr.